Der Gesamtbedarf an einem Nährstoff
wird in der Regel gemessen, wenn das
Produkt verkaufsfertig ist. Daraus folgt sofort, dass es je nach Produktionsziel
(Beispiele: Jungpflanze - blühende Topfpflanze, Weisskohl für den Frischmarkt - für
die Konservenindustrie) verschiedene Gesamtbedarfe geben kann. Daher wird der
Gesamtbedarf oft angegeben
- bezogen auf die einzelne Pflanze mit ihren genauen Spezifikationen
(insbesondere im Zierpflanzenbau), oder bezogen auf die Fläche, auf der eine
definierte Anzahl Pflanzen steht (Beispiel: 1 m², enstprechend 10 Gerbera-
Pflanzen)
- bezogen auf den Flächenertrag, der erzielt wird (z.B. angegeben in kg
Nährstoff/ha bei 300 dt Ertragserwartung, oder allgemeiner ausgedrückt kg
Nährstoff pro 100 dt Ertrag mit dem Gültigkeitsbereich von ... dt bis ....).
Problem: Den tatsächlichen Ertrag weiss man eigentlich erst hinterherbei der
Ernte, der Bedarf als Basis für eine Düngerbedarfsermittlung muss aber schon
bei der Pflanzung/Aussaat geschätzt werden.
Diese Angaben sind häufig das Ergebnis
von Erhebungsuntersuchungen oder
Sekundärauswertungen wissenschaftlicher Literatur. Es gibt eine Unmenge solcher
Zusammenstellungen - hier sind einige eingestellt.
Vorab soll eine verallgemeinernde Tabelle
zum Bedarf an Spurennährstoffen
stehen, da hier ist die Datenfülle wesentlich geringer ist.